Elfter bis dreizehnter Reisetag

Und es kam wie es kommen musste: Ich hab inzwischen 12 Blutblasen an der rechten Hand und kann wegen der Schwellung kaum greifen. Eine “normale”, nicht Kriebel-, Mücke hat mich in die Nase gestochen und DIE Schwellung zog zum rechten Auge, das ich seitdem nicht mehr ganz schließen konnte. Aber egal, sind ja nur noch 16km bis zum Ziel und ich mach mich auf den Weg.

Auf halbem Weg den Hügel hoch dreh ich allerdings um, denn schon wieder umkreisen mich die Mücken und ich stell fest, dass ich diverse Stiche am Kinn und Unterkiefer hab, die mir das Schlucken schwer machen. Außerdem treibt schon der kleinste Schritt meinen Puls in die Höhe und der beruhigt sich auch in Pausen kaum wieder.

Lange Rede, kurzer Sinn: Zurück zur Hütte, Hubschrauber rufen und ausfliegen lassen.

Für eine Person kein günstiges Vergnügen, aber selbst im Hotelbett hatte ich noch einen Puls von 110, nicht gut.

Bezahlt ist das Zimmer erst einmal für eine Nacht, weil das Kreditkartenterminal streikt. Auf den Hütten im Gebirge funktionierte das besser mit den Ritsch-Ratsch-Durchschlagmaschinen, auch wenn die teilweise hauptsächlich noch aus Duct-Tape bestanden 🙂

 

Immerhin, es gibt hier ein bischen Mobilfunknetz und ich konnte mal schnell die Mücken nachgooglen.  Beim Warten auf den Hubschrauber hab ich mich auch noch etwas mit dem Hüttenwirt vom Teusajaure unterhalten und der sagte mir, die Biester hießen dort “Knotter” und reagieren wohl stark auf Wärme. Frisch gebadet aus dem kalten See gehts wohl halbwegs, Hüttenwirts Frau ist wohl auch zu kaltblütig, aber ihn beißen sie wohl ab und zu.   Und mich halt ständig, damit darf ich mich wohl offiziell “heißes Gerät” nennen 😀   Einig waren wir uns aber beide, dass die üblichen DEET-Mittel eher mittelprächtig gut helfen.

Wenn ich hier nochmal hochkomme, dann im September, wenns langsam kälter wird…

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