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Extase in Moll!

Anpaddeln zu Pfingsten

Langsam entwickelt sich das ja fast zur Tradition für mich, zu Pfingsten die Schwentine als erste Mehrtagestour des Jahres zu paddeln und dieses Jahr hats auch wieder geklappt, sogar in weiten Teilen mit nem Mitfahrer, den ich unterwegs getroffen hab. Es war feinstes Sonnenbrandwetter und der Ausstieg in Schwentinental war nur scheinbar besser als das Durchfahren bis Kiel.

Vor Kiel hätte ich über 2km umtragen müssen, in Schwentinental musste ich 1,5km bis zum Bahnhof rollen..  Beides nicht so der Bringer, wenn man sein Auto allerdings an der Ausstiegsstelle parken kann, wäre das durchaus eine Alternative, auch wenn ich die Stadtdurchfahrt in Kiel mag.

 


Kleine IKEA-Bastelei am Mittwochabend

Bei IKEA kann man irgendwie alles kaufen, nur keine Möbel..

Heut gabs nen großen Blecheimer:

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In den man ein paar Rohre stecken kann:

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Und dann wird da was draus…
Nämlich ein Blumentopf mit Rohren drin
 

 

 

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Oder ner Teekanne drauf:

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War schnell gemacht und wenn ich da jetzt noch die kleine Version vom Blumentopf draufbaue, macht das Ding auch den Rest vom Balkon warm.. Faucht zumindest ganz ordentlich

 

 

 

 

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Und da isser wieder…

Ok, eigentlich war ich schon gestern gegen 23:00 zuhaus, aber da wollten noch knapp 200 Fotos überflogen werden und danach bin ich ins Bett gefallen..

Die nächsten Tage werd ich mal das Tourtagebuch abtippen, vielleicht findest ja jemand lustig..

Vierzehnter Reisetag

So, nachher gehts nach Gällivare, wo morgen abend ein Zug nach Stockholm abfährt.  Die paar Ruhetage hier im Hotel waren ziemlich langweilig, aber erholsam. Trotzdem wirds Zeit zu fahren, denn gestern ist hier eine Horde deutscher Touristen eingefallen und das Frühstück gerade eben war ziemlich anstrengend. Fast zwei Wochen lang war ich entweder allein oder hab nur wenig vom Gesprochenen verstanden oder mir liefen die Leute portionsweise über den Weg. Das Gebrabbel von zehn Deutschen ist nach sowas einfach zuviel, zumal es mich gerade nicht besonders interessiert, ob Bio-Obst gespritzt werden darf oder nicht oder die Leute ja nicht nur “Bio” wegen “Bio” kaufen, sondern wegen des Geschmacks.

Meistens erzählen mir Leute, dass sie sich die Einsamkeit hier oben anstrengend vorstellen, aber ich persönlich finde das Zurückkommen deutlich anstrengender.


Elfter bis dreizehnter Reisetag

Und es kam wie es kommen musste: Ich hab inzwischen 12 Blutblasen an der rechten Hand und kann wegen der Schwellung kaum greifen. Eine “normale”, nicht Kriebel-, Mücke hat mich in die Nase gestochen und DIE Schwellung zog zum rechten Auge, das ich seitdem nicht mehr ganz schließen konnte. Aber egal, sind ja nur noch 16km bis zum Ziel und ich mach mich auf den Weg.

Auf halbem Weg den Hügel hoch dreh ich allerdings um, denn schon wieder umkreisen mich die Mücken und ich stell fest, dass ich diverse Stiche am Kinn und Unterkiefer hab, die mir das Schlucken schwer machen. Außerdem treibt schon der kleinste Schritt meinen Puls in die Höhe und der beruhigt sich auch in Pausen kaum wieder.

Lange Rede, kurzer Sinn: Zurück zur Hütte, Hubschrauber rufen und ausfliegen lassen.

Für eine Person kein günstiges Vergnügen, aber selbst im Hotelbett hatte ich noch einen Puls von 110, nicht gut.

Bezahlt ist das Zimmer erst einmal für eine Nacht, weil das Kreditkartenterminal streikt. Auf den Hütten im Gebirge funktionierte das besser mit den Ritsch-Ratsch-Durchschlagmaschinen, auch wenn die teilweise hauptsächlich noch aus Duct-Tape bestanden :-)

 

Immerhin, es gibt hier ein bischen Mobilfunknetz und ich konnte mal schnell die Mücken nachgooglen.  Beim Warten auf den Hubschrauber hab ich mich auch noch etwas mit dem Hüttenwirt vom Teusajaure unterhalten und der sagte mir, die Biester hießen dort “Knotter” und reagieren wohl stark auf Wärme. Frisch gebadet aus dem kalten See gehts wohl halbwegs, Hüttenwirts Frau ist wohl auch zu kaltblütig, aber ihn beißen sie wohl ab und zu.   Und mich halt ständig, damit darf ich mich wohl offiziell “heißes Gerät” nennen :-D   Einig waren wir uns aber beide, dass die üblichen DEET-Mittel eher mittelprächtig gut helfen.

Wenn ich hier nochmal hochkomme, dann im September, wenns langsam kälter wird…

Zehnter Reisetag

Durch einen kurzen, aber heftigen Regenschauer ist das Vorzelt fast mückenfrei und ich nutze die Gelegenheit zum Abbau des Zeltes, vertüddel es kurzerhand notdürftig am Rucksack und ziehe, umgeben von Mückenschwärmen, von dannen.
Das ging durch den Wald so leidlich gut, durchs Moor ist die ungleichmäßig verteilte Last auf dem Rücken richtig anstrengend und auf dem letzten Hügel vor der nächsten Hütte haben mich die Mücken wieder eingeholt. Sonnenschein, Windstille und ich selbst auch noch ziemlich lahm, ein gefundenes Fressen.   Ich wickel mich in mein Zelt und leg mich in die Pampa , feuchtwarme 30 Grad in der Plastikhülle und trotzdem schlaf ich sogar kurz ein.

Zwei Stunden Schwitzen später ziehen dann Wolken auf und es kommt etwas Wind auf. Die Gelegenheit musste man dann für den Abstieg nach Teusajaure nutzen, aber der Zeltplatz war am anderen Ufer des Sees und Getränke oder Mückelmittel gibts dort nicht zu kaufen.

Also rein ins Ruderboot und rüber. Zum Glück musste ich nur einmal rüber, weil sich eine Gruppe in Gegenrichtung anbot, das Boot auf die andere Seite zurückzubringen. Zelten muss ich auch nicht, 100m in den Wald rein steht eine Hütte.  Prima Sache, ich lass mich da also häuslich nieder und plane wegen der Saunanächte der letzten Tage, zwei Tage dort zu bleiben.

Nachdem ich ein Stündchen geschlafen hatte, klopfts und drei Polen kommen dazu, einem von ihnen hatten die Mücken deutlich mehr zugesetzt als mir, er hatte zwei- bis drei Finger breite Blutblasen an den Unterschenkeln. Die polnischen Kameraden sind zwar nett, kochten aber frisches Gulasch aus mitgebrachten Zwiebeln, Dosenrindfleisch und unterwegs gesammelten Pilzen. Danach wurde dann noch Trinkwasser abgekocht.   Entsprechend schnell stiegen auch die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit in der Hütte, dazu noch vier Schlafende in der eigentlich für 2-3 Leute ausgelegten Hütte und schon sah sich jemand genötigt, in der Nacht Tür und Fenster zu öffnen…

 

 


Neunter Reisetag

Was ein richtiger Renntrekker ist, der startet auch früh und vor allem in eine andere Richtung als ich. Für mich geht es weiter nach Kaitumjaure. Zum Ende hin liegen die Stationen wieder an großen Seen. Der Stugvärd spricht leider kaum englisch. Das ganze Gelände ist ziemlich weitläufig angelegt und so gibt es direkt an der Hütte kein Trinkwasser, durch das gute Wetter und die Nähe zum See aber ganze Mückenschwärme.

Ich baue also in Windeseile das Zelt auf, im Vorzelt gefühlte 100 Mücken, in der Schlafkabine auch locker 20. Kochen oder Wasservorräte auffüllen fällt also aus. Geschlafen hab ich halb liegend auf dem Rucksack, nicht sonderlich erholsam, aber bis Teusajaure morgen sinds nur 9km. Dafür sind aber über 30 Grad im Zelt, ohne Trinkwasser.

Siebenter und achter Reisetag

Und ich sollte Recht behalten, weder von den Störenfrieden noch von den bekannten Gesichtern schlug jemand in Singi auf. Der “moderne” Kungsleden führt eben von Abisko nach Nikkaluokta oder umgekehrt.  Der Weg nach Singe war wie gewohnt erst einfach und dann schwer, obwohl sich Muskeln und Kreislauf inzwischen gut an die Belastung gewöhnt haben, hab ich arge Probleme mit den Füßen, die nicht daran gewöhnt sind, >100kg in jeder erdenklichen Stellung abzufangen. In der Stadt ist der Boden ja auch eher eben.

Aber genau so wars schon nach der Schutzhütte hinter Sälka nicht mehr.. Viele Klamotten auf dem Weg, um nicht zu sagen Geröllfelder..  Zur Abwechslung dieses Mal auch noch mit eingebauter Steigung. Langsamer wurde ich aber eigentlich nur durch die überlasteten Füße, Kreislauf und Schultern waren so lange ok bis ich so lahm wurde, dass irgendwann halt doch der Rucksack zu schwer wurde.  Die letzten paar Kilometer sieht man dann auch schon die Hütte, darf bis dorthin aber noch diverse Felsen und Hügel übersteigen.

Die Fjällräven Classics hab ich ab jetzt aber im Rücken und noch ca. sechs Tage Zeit bis Vakkotavare, aber nur noch drei Stationen bis dort.

Was ich mit der vielen Zeit anstelle? Nun, heut erstmal Ruhe-, Wasch- und Flicktag in Singi und je nachdem wie gut es ab morgen vorwärts geht, vielleicht noch nen Abstecher nach Kiruna, denn Warten in Gällivare ist nicht soooo wahnsinnig aufregend, glaub ich.

Jetzt wartet aber erst einmal ein Kaiserschmarren mit Canberries auf mich, der Solarakku ist auch schon wieder halb voll und dann steig ich erst einmal in den Bach, denn trotz steter Brise brennt die Sonne schon ganz schön aufs Zelt und etwas Abkühlung schadet da nicht.

 

Nachtrag: Soviel zum Thema Fjällraven Classics, die ersten Verrückten sind so gegen 20:00 eingetroffen und machen es sich im Biwacksack bequem, die Klamotten brav in die Büsche gehängt. Der trägt seine Ausrüstung wohl in der Beintasche mit sich rum. Und am Klohaus steht plaudernd der Fjällräven-Offizielle.   Naja, Singi ist halt doch näher als Sälka, dann hab ich eben ab Kaitumjaure meine Ruhe.


Sechster Reisetag

Die 12km über den Tjäktjapass waren trotz der kleinen Kilometerzahl nicht weniger anstrengend als alles vorhergegangene… Los gings damit, dass ich schlechter als sonst eingeschlafen bin, weil seit Tagen nicht genug Sonne für die Solarzelle für den MP3-Player schien und direkt an der Hütte ein schöner, aber lauter Wasserfall rauscht. Als ich dann endlich eingeschlafen war, hab ich auch bis zum Morgen durchgeschlafen, war aber schon etwas zerknirscht. Und laut Werner hilft da nur eins! Nen starken Kaffe! Oder zwei normale, je nachdem was der Rucksack eher hergibt.

Ergebnis beim Losmarschieren: Is’ mir duselig! Und die Preisfrage: Was ist schuld? Zu spät ins Bett? Erkältung im Anmarsch(Ist sie sowieso, aber heut so richtig?)?, Milchpulver im Kaffee oder die dünne Luft auf 1000m Höhe(Merkt man da schon was oder muss man da deutlich höher? Erfahrene Alpinisten vor!)?

Naja, also NOCH LANGSAMER als sonst los, wenigstens hat die Rückenlängenanpassung des Rucksacks geholfen, er sitzt heut deutlich besser als die letzten Tage. Jetzt ist zwar die Wampe dem Beckengurt etwas im Weg, aber wenn ich das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte verlager, sackt mit der Hüftgurt nicht mehr über den Hintern in die Nutzlosigkeit ab. Ich hab einfach kein gebärfreudiges Becken, da bleibt nichts hängen.

Ich schlepp mich also den Anstieg zum Tjäktjapass hoch, turn über Geröllfelder und komme Schritt für Schritt näher ans Ziel und werd unterwegs von zwei Leuten überholt, hinten am Rucksack: Birkenstocks und “Der gelbe Sack”, Deutsche also. An der Schutzhütte am Pass angekommen treff ich die beiden dann wieder. Die grüßen mit “Hej hej”, ich mit “Hallo, ich spreche deutsch” und trotzdem wechseln die beiden immer wieder ins Englische und untereinander reden die beiden irgendein süddeutsches Kauderwelsch. Deutsch als Fremdsprache. Kurz vor dem Pass hatte ein Helikopter eine Familie abgesetzt, die dann ankam, englisch sprach und alles niedlich und entzückend fand und Daddy, stilecht in Knickerbockern und Retro-Anorak musste mit Sohnemann gleich noch eine dritte tibetische Gebetsfahnengirlande zu den beiden bestehenden hängen… Ich find die diesseits vom Himalaya ja herzlich fehl am Platze.

So weit, so gut, das war also der gefürchtete Pass, garnicht SO schlimm bisher Denkste! Runter gehts ja auch noch, der ultimative Test, ob die Schuhe wirklich passen: Es ist so steil, dass die Zehen soweit im Schuh nach vorn rutschen, dass es wehtut(Schuh passt) oder einem die Tränen in den Augen stehen und Mama das Aua-Aua wegpusten soll(Schuh zu klein). Aber: MEINE Schuhe passen, der Abstieg ist geschafft.. Denkste! Das war erst das erste Drittel. Jetzt gehts im strahlenden Sonnenschein dann noch 8km durch Sumpf und Geröllfelder und im Sumpf fehlen teilweise die Laufstege und mancherortens ist der Weg auf 4m Breite zu Matsch getreten. Ich möcht nicht wissen, wie es da NACH den Fjällräven Classics aussieht. Schneller Vorlauf, 4h später: Immer noch Sumpf und Geröll und siehe da! Beim Übersteigen eines größeren Steins seh ich hinter einem Hügel die STF-Flagge wehen! Endlich in Sälka? Da hätt ich meinethalben schon vor 4 Hügeln sein sollen. Wieder runter vom Stein, Flagge wieder weg, vielleicht doch nur eine Fata Morgana… Nächster Stein, gleiches Spiel. Aha! Also doch fast da und die müden, heute in jede erdenkliche und undenkbare Position gedrehten und gebogenen Füße werden wieder munter…

Beim Stugvärd noch ne Cola und was Süßes gekauft. Er verlangt “Fünn-wand-fierßig” Kronen, ich konter mit “fyrtio-fem” und wir einigen uns auf “fyrti-fem” Kronen. Zelten kostet wieder mal nichts, wenn man nicht in Küche oder Sauna will, aber das Zelt der Schweizer vom Alesjaure ist wieder da. Darüber hatte ich nichts geschrieben, weil ja kein Meister vom Himmel fällt, aber mich hinter vorgehaltener Hand wegen meines Hutes als “Texas Ranger” bezeichnen und nebenbei Maccaroni(ja, DICKE NUDELN mit EXTRA VIEL Garzeit) unabgedeckt(Dampft ja keine Hitze raus aus dem Topf und der vorhandene Teller könnt ja nass werden) ohne Windschutz in der Abendbrise kochen könnte länger dauern und Kartuschen für den Campingaz-Kocher dürften in Nordschweden auch eher Seltenheitswert haben(da ist eher ein anderes, nicht kompatibles Kartuschensystem üblich)… Während das Nudelwasser also angestrengt versucht auf Betriebstemperatur zu kommen, waschen sich die beiden noch ausgiebig direkt im Fluss(natürlich mit Seife), während sich weiter unten ein Saunagast abkühlt und auch gleich nen Eimer Wasser für den Aufguss mitnimmt. Mjam, Seifensauna… Deo hat man natürlich auch gleich dabei, man könnt ja an ner Disko vorbeilaufen und schon beim ersten kleinen Tropfen Nieselregen hat der ganze Spuk ein Ende und die Jungs verschwinden in den Zelten, der Kocher wird abgeschaltet und kommt gleich mit, während mich mein angeblicher “Cowboy-Hut”(der eigentlich mehr Indiana Jones als John Wayne ist) lang genug trockenhält, um mich von der Isomatte zu erheben, die leere Coladose zu verstauen und dann in aller Ruhe mein Zelt aufzubauen. Danach gabs dann noch nen Kartoffeltopf mit Lauch, Karotten und Hackfleisch im trockenen Vorzelt statt halbgarer Maccaroni. Tja, schließlich ist Chuck Norris der Texas Ranger und für den macht sogar der Regen Platz.

Kurz darauf trudelt dann auch der Rest der Truppe ein, dem Zelt nach sind das die Nachtwanderer, die am Alesjaure nachts so rumgelärmt haben. Naja, morgen gehts nach Singi, danach muss ich keine Angst mehr vor der Fjällräven-Meute mehr haben und auch von den Mitwanderern hier werden hoffentlich einige nach Nikkaluokta abbiegen, den Fjällräven Classics entgegen, während ich auf dem klassischen Kungsleden weiter gen Süden ziehe.

 

Fünfter Reisetag

Ungewöhnlich früh war ich wach und hab versucht, es den Bonnern nachzumachen und in den See zu steigen, aber der drohende Herzstillstand durch Kälte zwang mich dann doch zur Katzenwäsche, die den Gestank wohl nur kurzzeitig aufhalten wird, aber nachts ists doch kälter als draußen und der Abend wohl die bessere Zeit zum Baden. Zum Glück schlaf ich allein im Zelt.

Nach einer Doppelportion Frühstück(muss ja weg und ich hatte bisher eh zu wenig gegessen) ging es gegen 9 vor den anderen dreien los, völlig entgegen meiner Überzeugung, dass vor 11 sowieso nichts zu reissen ist. Und so langsam hab ich auch mein Tempo gefunden oder es hat mich gefunden: Nicht losrasen wie ein Gaskranker, sondern immer schön langsam und stetig dahintrotten, dann schmilzen die Kilometer langsam, aber sicher dahin. Und so kam es dann auch, dass mich die Bonner erst nach gut 1,5h eingeholt hatten, obwohl sie um 9 auch schon startklar waren und relativ bald nach mir gestartet sein müssen. So haben wir uns dann den Vormittag über ein Elefantenrennen geliefert, bei dem einer den anderen immer während einer Rast überholt hat.

Im letzten Drittel der Strecke musste ich aber passen, denn ab der Renhirtenhütte ging es zum einen stetig und teils auch recht steil bergauf und zusätzlich dazu hat mir mein Darm auch mitteilen wollen, dass das am Morgen vielleicht doch etwas zuviel oder zu fette Milch war. Und da draussen geht zwar EINIGES, aber Durchfall verlangt bei mir eher nach einer kontrollierten Entladung auf einer halbwegs anständigen Toilette. Und so stand mir dann auch nach jeder Sitzpause auf feuchten Steinen(ja, es nieselte mal wieder) der Angstschweiss auf der Stirn, aber es war dann doch immer nur Wasser, dass die Hose klamm machte..

Auf der Hütte dann erstmal erleichtert und danach prompt beim Stugvärd in die gute Stube geplatzt, einen Shop oder eine Rezeption oder so gibts auf der vergleichsweise kleinen Tjäktjahütte nicht. Er hats mir aber wohl nicht übelgenommen und zeigte mir einen netten Zeltplatz mit Blick auf den Bach unterhalb des rauschenden Wasserfalls. Morgen kommt dann die Königsetappe, rauf auf den Tjäktjapass, den höchsten Punkt des Kungsleden und dann immer schön bergab zur nächsten Hütte, insgesamt sollen es 12km werden, aber mit dem Verdauungsproblem heute waren schon 13km eine Herausforderung.

 

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